Wie geht’s weiter an der „Eckenheimer“?

„Das wird kein leichter Gang“, sagte VGF-Geschäftsführer Michael Budig zu Beginn der Sitzung des Ortsbeirats 3 am Donnerstag, 8. September 2016. Es war nicht schwer voraus zu sagen, daß er Recht behalten würde.

Am 16. August hatte die VGF in einer Presse-Information die Verzögerung beim barrierefreien Umbau der U5-Stationen „Musterschule“ und „Glauburgstraße“ melden müssen. Beide sollten zum Ende der Sommerfreien am 25. August wieder in Betrieb gehen, stattdessen verlängert sich die Bauzeit um sechs Wochen. Die VGF will die Strecke nun in zwei Etappen eröffnen: Am Montag, 10. Oktober, soll die Station „Musterschule“ in Betrieb gehen und die neuen U-Bahnwagen des Typs „U5“ fahren. Die Station „Glauburgstraße“ bleibt noch gesperrt, wird weiter gebaut und am 31.Oktober in Betrieb genommen.

In den Hintergrund gerückt ist die Tatsache, daß mit Betriebsbeginn am 10. Oktober die Stationen „Neuer Jüdischer Friedhof“ und „Eckenheimer Landstraße / Marbachweg“ wie angekündigt nicht mehr angefahren werden. Letztere wird ersatzlos außer Betrieb genommen, weil die 2013 barrierefrei umgebaute Station „Marbachweg / Sozialzentrum“ um die Ecke liegt. Für die andere Station – im Moment ja nur eine Art Haltepunkt – laufen die Planungen, ein Bautermin steht nicht fest.

Auch für den Autoverkehr auf der Eckenheimer Landstraße bedeutet das eine zweigeteilte Öffnung: Mit der U-Bahn wird der südliche Teil zwischen Scheffeleck und Glauburgstraße in beiden Richtungen befahrbar sein. Der obere Teil – mit dem nördlichen Baufeld der Station „Glauburgstraße“ – bleibt dagegen für den Durchgangsverkehr noch gesperrt. Hier ist wie seit Ende März die kontrollierte Zufahrt für Anlieger und Geschäftskunden über eine Logistikspur von Norden aus möglich. Eine Zufahrt von der Kreuzung Eckenheimer Landstraße / Glauburgstraße besteht nicht.

img_0744

Schwieriges Terrain

Die VGF hat dafür von Ortsbeiräten und Bürgern am 8. September scharfe Kritik, Hohn und Spott zu hören bekommen. Michael Budig führte aus, daß im Rahmen des Tiefbaus abseits der eigentlichen Gleistrasse, also in Gehwegen und unter den künftigen Bahnsteigen, wesentlich mehr Leitungen als erwartet gefunden wurden, die gar nicht oder fehlerhaft verzeichnet waren. Wie schwierig ein Bau unter solchen Bedingungen ist, hatte Mark Gellert, der Sprecher des Frankfurter Planungsdezernats, schon im August gegenüber der „Frankfurter Rundschau“ erklärt, als er darauf hinwies, daß es in der Stadt tatsächlich „kein Kataster“ für Leitungen gibt.

Schon ihre Zahl war nicht vorhersehbar: Fast 400 Behinderungsanzeigen der Baufirma waren die Folge, üblich und zu erwarten bei einer Baustelle wie dieser wären, so Budig, etwa 100 gewesen. Diese seien auch bei der Zeitplanung einkalkuliert worden, in dem wesentlichen größeren Umfang seien sie aber nicht planbar gewesen.

Ein Argument, daß die Kritiker nicht gelten lassen wollten: darauf müsse die VGF vorbereitet sein. Die Bauzeit sei von vornherein zu knapp und zu optimistisch angesetzt worden. Als Beispiel wurde die Station „Deutsche Nationalbibliothek“ angeführt: Im Rahmen ihres barrierefreien Umbaus 2014 wurden auch die flankierenden Seiten der Eckenheimer Landstraße unmittelbar südlich der Kreuzung mit dem Alleenring modernisiert. Dabei fielen eingefallene Kanäle und marode Anschlüsse auf, die diesen Straßenbau in die Länge zogen. Tatsächlich hatte die VGF daraus gelernt und vor Baubeginn in der „Eckenheimer“ die Kanäle und ihre Anschlüsse prüfen lassen, sie waren auch nicht das Problem. Stattdessen diverse Strom-, Gas-, Wasser und Telekommunikationsleitungen, die gar nicht kartographiert waren oder sich in anderer Lage im Boden fanden, als verzeichnet. Über Jahrzehnte fehlte beim Einbau dieser Leitungen ganz offensichtlich die Sorgfalt: Die Leitung soll in 1,50 Meter Tiefe liegen und wird so auch verzeichnet? Is‘ doch egal, ein 80-Zentimeter-Loch reicht völlig. Und kontrolliert hat das auch niemand. Als Folge „kam die VGF später aus dem Tiefbau heraus“ als geplant, wie der Geschäftsführer sagte. Der eigentliche Bahnsteig- und damit Stationsbau begann nicht wie vorgesehen, während die neuen Gleise in der Straßenmitte schon lagen.

Als problematisch, so Budig im Anschluß, erwies sich weiterhin, daß die Baufelder im Nordend räumlich begrenzt sind, um das Viertel nicht mit zu großen Baustellen zu belasten. Das hat Folgen: Bei einer Behinderung an der einen Stelle war es nicht möglich, andere Arbeiten an anderer Stelle vorzuziehen und so keine Zeit zu verlieren. So konnte die VGF das im Sommer 2011 beim Bau der Straßenbahnlinie 18 zum Gravensteiner-Platz organisieren: im Baulos 4, nördlich der FH, klaffte auf der Friedberger Landstraße eine metertiefe Baugrube. Um sich hier zum Fahrplanwechsel im Dezember fahrende Straßenbahnen vorzustellen, brauchte es viel Phantasie. Über Wochen wurde von allen möglichen Seiten spekuliert – im Übrigen nicht zuletzt angefeuert von Aussagen von Arbeitern auf der Baustelle –, die Linie 18 würde nie und nimmer wie angekündigt in Betrieb gehen. Dasselbe war wie ein Mantra bei fast jeder Baustelle der vergangenen Jahre zu hören, sei es der Riedberg oder die Stresemannallee. Aber die VGF hat alle Projekte pünktlich abgeschlossen: die U-Bahnverlängerung zur Bockenheimer Warte 2001, die Straßenbahnlinie 17 vom Hauptbahnhof zum Rebstock 2003, die U-Bahnlinien U8 und U9 über den Riedberg 2010, die Straßenbahn durch die Stresemannallee 2014. Meriten, das wissen wir auch bei der VGF, die nichts zählen, wenn ein wichtiges Projekt wie der Umbau im Nordend zeitlich aus dem Ruder läuft. Die Kritiker aber bedenken sollten, bevor – bei allen mehr oder weniger berechtigten Vorwürfen – die VGF mit ihren mehr als 2.000 Mitarbeitern als ein Haufen inkompetenter Deppen dargestellt wird.

img_0758

Scharfe Kritik…

Keinen Grund zur Nachsicht haben naturgemäß die Einzelhändler entlang der Eckenheimer Landstraße. Sie klagen über Umsatzrückgänge wegen ausbleibender Laufkundschaft, obwohl die Straße über eine Logistikspur für Anwohner und Kunden der Geschäfte und Lokale befahrbar war und ist. Es gab keine langandauernde Totalsperrung der Eckenheimer Landstraße, allerdings wurde und wird die Zufahrt überwacht, um Durchgangsverkehr zu verhindern. Zum einen aus Sicherheitsgründen, zum anderen, um die Bauzeit nicht zu verlängern. Derartige Arbeiten unter rollendem Durchgangsverkehr abzuwickeln, läßt eine Baustelle ins zeitlich Uferlose driften, was auch niemand akzeptiert hätte.

… und sommerliche Ruhe

Anwohner sehen die Arbeiten aber aus einem anderen Winkel: Nach Feierabend, so eine von ihnen, Anja Müller, im „Journal Frankfurt“, kämen die Anwohner und machten es sich an lauen Sommerabenden mit einem Bier in der Hand auf den neuen Bahnsteigen gemütlich: „Die Leute erobern abends die Baustelle und genießen den Sommer“, wird sie zitiert, ohne zu vergessen, daß diese Bauarbeiten, solange sie tagsüber und bis 20 Uhr laufen, Staub und Lärm machen.

Und das machen sie tatsächlich! Die Baufirma ist personell und maschinell mit ihrem Einsatz am Limit, zumal die „1.000-Chinesen-Methode“ in den engen Baufeldern der Eckenheimer Landstraße keinen Baufortschritt verspricht. Und geschafft wird seit Wochen unter hochsommerlichen Temperaturen. Aus Gesundheitsgründen hätte die Baustelle bei mehr als 30 Grad schon mehrfach still gelegt werden können, davon wollten alle Beteiligten aber nichts wissen. Die Leistung der Arbeiter muß auch unter diesen Umständen honoriert werden.

Information zu spät?

Doch positive Dinge haben es schwer, anerkannt zu werden, Ärger und Wut der Geschäftsleute sind zu groß. Kritisch wurde von mehreren Geschäftsinhabern während der OBR-Sitzung denn auch die Information durch die VGF gesehen. Den Vorwurf eines Kioskbetreibers, die VGF habe das Ausmaß der Arbeiten verschwiegen und erst vier Tage vor Anrücken der Bagger im März mit Handzetteln informiert – hier war sogar von „Lügerei“ die Rede –, konterte Michael Budig mit dem Hinwies, daß das Projekt „Barrierefreie Linie U5“ mehr als acht Jahre alt ist und immer wieder von der VGF im Ortsbeirat vorgestellt wurde. Bei den öffentlichen Sitzungen, so Budig weiter, habe mehrfach die Gelegenheit bestanden, sich zu informieren oder Kritik und Anregungen zu äußern. Tatsächlich ist es schwer nachvollziehbar, daß Anrainer im März vom Aufreißen der Bürgersteige überrascht worden sein sollen.

Eine andere Frage ist, warum die Unterrichtung von Anliegern, Medien und Ortsbeirat über die Verlängerung der Arbeiten erst am 16. August erfolgte, wo sich doch schon Anfang August intern abgezeichnet hatte, daß die U5 nicht wie geplant in Betrieb gehen würde. Die VGF hat das bewußt nicht sofort veröffentlicht, denn wichtige Informationen fehlten zu diesem Zeitpunkt und ergaben sich erst innerhalb der folgenden Tage: welchen verbindlichen Eröffnungstermin können wir stattdessen nennen? Was ist mit dem Autoverkehr auf der „Eckenheimer“? Fahren die modernen „U5“-Wagen? Gibt es genug Parkplätze, da die Gleise, auf denen bislang geparkt wurde, frei sein müssen?

Es war klar: Je früher diese Information bekannt gemacht werden, desto besser für alle Beteiligten. Aber was hätten Anlieger und Ortsbeiräte von einem Pressetext gehalten, der das neue Datum der Inbetriebnahme nicht nennt? Oder was davon, daß die VGF einen neuen Termin über einen mehrere Tage langen Zeitraum auch auf Nachfrage nicht nennen konnte? Nicht viel, das ist klar.

Mit unvollständigen oder nicht verläßlichen Informationen, die einen Tag später widerrufen werden müssen, wollte das Unternehmen also nicht an die Öffentlichkeit gehen. Außerdem haben verschiedene Abteilungen der VGF fast zwei Wochen alles versucht, die U5 zum 25. August – in welcher Form auch immer – doch in Betrieb zu nehmen: mit den modernen „U5“-Wagen und der Station „Musterschule“, aber ohne Glauburgstraße? Mit einem Provisorium an der Musterschule und alten „PtB“-Wagen, von denen mehr als 20 in einem kurzfristigen Kraftakt von der Werkstatt wieder einsatzbereit gemacht wurden, waren sie doch zur Ausmusterung vorgesehen? Hier wechselte die Informationslage fast täglich.

Und daß die VGF bei solchen Entscheidungen nicht unabhängig agiert, zeigte sich auch bald: Erst am 15. August war klar, daß die letzte U-Bahn-Lösung – ein Provisorium als Station „Musterschule“ – vom Straßenverkehrsamt und der Technischen Aufsichtsbehörde aus Sicherheitsgründen nicht genehmigt werden würde. Für diesen schlechtesten aller Fälle hatte die VGF parallel geplant und mit dem Busunternehmen, das den Ersatzverkehr fährt, vorsorglich eine Verlängerung bis Anfang Oktober ausgehandelt. Was im Übrigen nicht leicht ist, da kein Unternehmen, das solche Verkehre grundsätzlich anbietet, mal eben und auf Zuruf Busse und Fahrer stellen kann. Hier klappte es, die Option wurde am 15. August gezogen, einen Tag später wurde die umfangreiche, vollständige und „belastbare“ Presse-Information veröffentlicht.

img_0738

Entschädigungen für Geschäfte?

Ein weiteres kontrovers behandeltes Thema war die Frage nach einer finanziellen Kompensation für die Geschäfte, da es – so verschiedene Ortsbeiräte über Parteigrenzen hinweg – nicht sein dürfe, daß solche Bauarbeiten Existenzen gefährdeten. Die VGF und die Stadt Frankfurt sind sich hier einig: Es gibt keine rechtliche Grundlage für Entschädigungen. Dies hat Stadtrat Klaus Oesterling im August auch in der „Hessenschau“ des hr nochmals bekräftigt. Unisono forderten die Ortsbeiräte der „3ers“ aber, Stadt und VGF sollten außerhalb rechtlicher Erwägungen finanzielle Unterstützung leisten, sei es als direkte Hilfe oder in Form von Erleichterungen bei der Gewerbesteuer.

Für die Stadt und die VGF sind dabei zwei Punkte kritisch. Zum einen: Läßt sich der Schaden an sich und seine Höhe genau beziffern und zweifelsfrei auf die Arbeiten zurückführen? Zum anderen: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit von „Nachahmungseffekten“? Könnte eine kulante Lösung für die Geschäfte in der Eckenheimer Landstraße Ansprüche bei Gleisbauarbeiten in den kommenden Jahren in der ganzen Stadt nach sich ziehen? Michael Budig, der auf Klaus Oesterlings ältere Stellungnahme verwies, sagte dazu, er nehme „das Stimmungsbild aus dem Ortsbeirat“ mit. Wie weitere Erörterungen zwischen Stadt und VGF dazu verlaufen, ist offen.

Weichenbau am Marbachweg

Und noch ein bevorstehendes Vorhaben stieß im Ortsbeirat auf wenig Verständnis: Vom 17. Oktober an ersetzt die VGF eine Weiche an der Kreuzung Eckenheimer Landstraße / Marbachweg, um einen reibungslosen Betrieb der neuen „U5“-Wagen zu ermöglichen, die breiter als ihre Vorgänger sind und damit ein anderes „Kurven-Verhalten“ haben. Das heißt: Nach nur einer Woche Betrieb wird die Strecke wieder unterbrochen und zwischen Hauptfriedhof und Preungesheim fahren Busse. Ein Schildbürgerstreich? Schlechte Planung? Weder noch: Die Abfolge der Bauarbeiten wäre kaum ins Gesicht gefallen, wenn die U5 am 25. August in Betrieb gegangen wäre. Wegen der Verzögerung erscheint der zeitliche Ablauf aber nun dubios und – schlecht geplant. Entscheidend für die Terminansetzung am Marbachweg waren für die VGF aber zwei andere Aspekte: Zum einen mußte die Baustelle in der verkehrsschwachen Zeit der Herbstferien abgewickelt werden. Zum anderen betragen die Lieferzeiten für Weichen heute inzwischen ein bis anderthalb Jahre. Bei einem Weltmarkt mit zwei oder drei Anbietern ist ein Käufer wie die VGF damit in einer schlechten Position. Die Lieferung vorzuziehen und den Bau auch bis 31. Oktober abzuschließen, war nicht möglich: der Hersteller konnte die Weiche nicht früher liefern.

Restliche Arbeiten an den Stationen 

Wie geht es jetzt weiter? Der Busersatzverkehr ist bis 9. Oktober einschließlich bestellt. Vom Montag, 10. Oktober, an sollen die neuen U-Bahnzüge fahren, aber bis dahin sind noch einige Arbeiten zu erledigen. Sie sind an den beiden Stationen unterschiedlich weit fortgeschritten, daher auch die unterschiedlichen Inbetriebnahme-Termine.

An der Musterschule sollen noch in diesen Tagen (37. Kalenderwoche) die Pflasterarbeiten abgeschlossen werden, es folgt die Bahnsteig-Ausstattung mit Lichtmasten, DFI-Anzeigern (die Dynamische Fahrgast-Information) und Vitrinen. Danach sollen an der Rückseite der Bahnsteige die Geh- und Radwege fertig gestellt, außerdem die letzten Seitenstraßen an die „Eckenheimer“ angeschlossen werden. Zum Abschluß steht die Installation der Ampeln sowie Markierung und Beschilderung der Straße auf dem Programm. Der Abnahmetermin ist für die 40. Kalenderwoche vorgesehen. Allen Beteiligten stehen drei heiße Wochen bevor – und zwar unabhängig davon, ob der Hochsommer bleibt oder die Temperaturen nachlassen.

An der Glauburgstraße fehlen noch die Hinterkantensteine, die im nächsten Schritt gesetzt werden, danach erfolgt der Aufbau und die Pflasterung der Bahnsteige, in denen die Wartehallen bis jetzt ein wenig verloren aussehen. Sie erhalten außerdem noch ihre dritte Stütze. Es folgen die Arbeiten analog zur Musterschule: Beleuchtung, Vitrinen, DFI-Anzeiger und Ampeln, anschließend die Geh- und Radwege sowie Beschilderung und Markierung der Straße.

Ufos im Nordend?

Apropos „Wartehallen“: Die haben bei den eh nicht positiv gestimmten Geschäftsinhabern im Nordend erwartungsgemäß Spott wegen ihrer futuristischen Form auf sich gezogen. Tatsächlich hat sich der Entwurf der Architekten Just / Burgeff in einem Wettbewerb durchgesetzt, der aufgelegt wurde, um das Nordend mit optisch attraktiven Stationen aufzuwerten, die eben nicht „0815“ sein sollen. Das ist, man wird es schließlich sehen, gelungen, allerdings erhalten die Hallen noch Scheiben, damit sie vor allem ihrem ursprünglichen Zweck dienen: als Wind- und Wetterschutz für wartende Fahrgäste. Beim auf den ersten Blick funktionaleren Entwurf von Kölling Architekten für die Station „Musterschule“, der sich ebenfalls im Wettbewerb durchsetzte, bestehen dazu keine Bedenken.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist also noch eine Reihe von Fragen offen. Die VGF wird über die Eröffnungstermine in den kommenden Tagen nochmals per Presse-Text und Hauswurfsendung informieren, allerdings stehen diese Termine seit dem 8. September in der Öffentlichkeit und wurden im Nachgang der OBR-Sitzung von den drei großen Frankfurter Tageszeitungen genannt.

Hier ein optischer Eindruck davon, wie es Mitte September auf den Baustellen aussieht:

 

Bernd Conrads
B.Conrads@vgf-ffm.de
9 KOMMENTARE
  • Hans Ulrich Parniske
    Gepostet am 3. Oktober 2016, 11:44Uhr Antworten

    Da ich Abreitsbedingt die letzten 3 Jahre lleider nicht in meiner Heimatstadt Frankfurt sein konnte, konnte ich diese Baustelle live leider nicht mehr verfolgen.

    Frage, sind die Gleise ebenso auf Betonfundament UND wurden auch HIER vor dem verlegen der neuen Gleise Kanalrohre ausgetaucht ?

    wenn ja, gibt es auch Bilder darüber ?

    Auf eine Antwort würde ich mich freuen.

    vielen Dank

    Mfg.

    HUP.

  • Matthias
    Gepostet am 10. Oktober 2016, 13:51Uhr Antworten

    Nach dem die Straße zerschnitten wurde, ist der Baustellen Lärm zwar verstummt, aber der Lärm der quietschenden Straßenbahnen ist ja noch schlimmer als der Krach der Bauarbeiten! Was wird die VGF dagegen zeitnah unternehmen!! Die Anwohner sind bisher schon genug bestraft und jetzt das!!!!

    • Bernd Conrads, VGF
      Gepostet am 10. Oktober 2016, 14:09Uhr Antworten

      Ich war bei der Probefahrt am 30.9. und bei der Abnahme am 8.10. dabei – ich habe kein Quietschen gehört. Ich habe Ihr Schreiben an den Fachbereich gegeben, damit das dort geprüft wird. *bec.

    • Dr. Elke Schüller
      Gepostet am 10. Oktober 2016, 17:58Uhr Antworten

      Ich kann mich in jeder Beziehung nur anschließen: Die U5 verursacht (vor allem in Richtung Konstabler Wache) ein sehr lautes und höchst unangenehmes schrill-quietschendes Schleifgeräusch. Dies ist auch noch in 100 Metern Entfernung ausgesprochen störend — sogar bei geschlossenen Doppelfenstern!!! Ich nehme es vor allem in Höhe der Holzhausenstraße wahr, und zwar jeweils für mehr als 20 Sekunden lang — und das alle paar MInuten! Nach sieben Monaten Baulärm, aufgerissenenen Straßen und massiven Mobilitätseinschränkungen ein wahrscheinlich katastrophales Ergebnis! Dass Herr Conrads nichts davon gehört haben will, ist nicht nachzuvollziehen — vermutlich war er ‚betriebstaub‘.
      Auch ich möchte wissen, was dagegen unternommen werden soll und verlange ebenfalls zeitnahe Abhilfe!!!

      • Sascha Reimann, VGF
        Gepostet am 11. Oktober 2016, 14:29Uhr Antworten

        Hallo, das Problem ist unseren Kollegen bereits bekannt. Es wird mit Hochdruck nach der genauen Ursache für das Quietschen gesucht und alle Möglichkeiten zur Minimierung der Geräuschentwicklung geprüft. So leid es uns tut: Für eine sofortige Abhilfe können wir leider nicht sorgen.

  • Dr. Elke Schüller
    Gepostet am 13. Oktober 2016, 13:28Uhr Antworten

    Mit höchster Verwunderung habe ich heute in der FR gelesen, dass „sich die Situation auf der Eckenheimer Landstraße nach dem Schleifen der Fahrflächen hörbar verbessert“ habe. Soll das ein schlechter Witz sein? Der Lärm ist unverändert hoch und störend!!!

    • Sascha Reimann, VGF
      Gepostet am 13. Oktober 2016, 15:52Uhr Antworten

      Hallo, laut unseren Kollegen war die Geräuschemission gestern etwas geringer als an den Tagen zuvor. Allerdings spielten dabei die feuchten Witterungsverhältnisse vermutlich auch eine Rolle. Weitere Gegenmaßnahmen werden geprüft.

      • Heinrich Kraushaar
        Gepostet am 8. März 2017, 08:29Uhr Antworten

        Hallo Herr Reimann, jeder Laie weiß das Feuchtigkeit das Quitschen mindert bzw. verhindert. (siehe Hamburger Hochbahn) Dort wird Wasser auf die neuralgischen Punkte gesprüht. Also sind Messungen an feuchten Tagen sinnlos. Sie verbessern lediglich die Statistik und dienen bestenfalls dem Argument: Wir haben ja was gemacht.

        • Sascha Reimann, VGF
          Gepostet am 8. März 2017, 14:22Uhr Antworten

          Gemessen wird an allen Tagen und zu allen Wetterlagen. Denn herauskommen soll ein Durchschnittswert, nur der ist aussagekräftig. Eine Messung, die nur einzelne, extreme Werte anzeigt, dabei aber unterschlägt, dass die Lärmemissionen keineswegs immer und keineswegs bei jedem Zug so hoch sind, verzerrt das Bild. Insofern hat es natürlich Sinn, bei Feuchtigkeit genauso zu messen wie bei trockener Kälte – und das machen wir bzw. unsere Kollegen auch so.

SCHREIBE EINEN KOMMENTAR